Wallsee & retour

Bei der ersten Sternfahrt dieses Jahres konnten die Gastgeber trotz teilweise stürmischem Wetter und beachtlichen Wellen immerhin 161 Teilnehmer begrüßen. Von uns waren zwar nur 16 Mitglieder dabei, aber die haben sich beachtlich geschlagen und so sind wir vor unserem Dauerkonkurrenten Pirat (23 Teilnehmer) Dritte geworden. Helga wurde (wie immer) als älteste Teilnehmerin geehrt (siehe Titelbild).

In Wallsee starteten wir im Altarm und dort wartete bei der Übertragstelle ins Oberwasser schon die erste Herausforderung. Die Boote mussten wegen des Schlamms von der Seite über die Betoneinfassung der Rampe gehoben werden. Da zeigte sich, was Kameradschaft ist. Wechselseitige Hilfe war selbstverständlich. Bei normalem Wetter hätten wir es stromauf wohl bis zum nächsten Kraftwerk – Abwinden-Asten – geschafft. Doch diesmal nicht. Im Hinblick auf die Wellen und den Gegenwind bei der Rückfahrt kehrten wir bei Stromkilometer 2113 um und das war gut so. Zurück bei der Umsetzstelle hatten wir unser Boot gerade aus dem Wasser, als das Gewitter mit Sturm, heftigem Regen und Hagel losbrach. Wir konnten uns im Wald verstecken. Andere trafen es nicht so gut und mussten das Wetter im Boot durchstehen. Letztlich kamen aber alle wohlbehalten ans Ziel. Dort gab es nicht nur die übliche gastfreundliche Bewirtung, sondern auch das Wetter klarte auf, die Sonne kam heraus und der Wind schlief ein. Das war nicht nur für die Stimmung sehr gut, es bescherte auch denen, die noch am selben Abend die Rückfahrt nach Wien im Boot antraten, eine wunderschöne Abendfahrt zum Hößgang.

Die weitere Fahrt nach Wien begann am Sonntag bei traumhaften Bedingungen. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes hatten wir zwar wenig Strömung, dafür hielt sich der angesagte Ostwind noch zurück und bescherte uns glattes, ruhiges Wasser durch die wellenkritischen Staus von Ybbs und Melk. Im Altarm von Melk wurde dann Mittagsrast gemacht. Alle waren guter Dinge. Beim Verlassen des Gasthauses war allerdings die Sonne verschwunden und jenseits der Donau türmten sich schwarze Gewitterwolken. Noch waren wir aber mit anderem beschäftigt. Wieder Schlamm, diesmal bei der unteren Einsetzstelle und hier noch wesentlich tiefer als in Wallsee. Mit viel Einsatz gelang es uns aber doch, die Boote aufs Wasser zu bringen und sie auch noch mit wieder gesäuberten Beinen zu entern. Die Fahrt durch die Wachau entsprach dann leider nicht den Erwartungen. Heftiger Gegenwind und entsprechende Wellen verhinderten das Genießen. Immerhin blieben uns Gewitter und Regen erspart. Statt schwaben und schauen hieß es hart arbeiten. Erst ab Spitz beruhigte sich der Wind und damit auch die Wellen. In Stein erwarteten uns dann schon Susi und Günter, die eine Wanderung unternommen und vor allem, was für uns sehr angenehm war, unser Gepäck transportiert hatten. Der Abend beim Heurigen im Hause war dann gemütlich, allerdings nicht lange, denn es waren alle nach 73 km rudern unter teilweise schwierigen Bedingungen rechtschaffen müde.

Am Montag starteten wir bereits um 8 Uhr. Die Gewitterwolken waren verschwunden und die Donau präsentierte sich wieder von ihrer besten Seite. Natürlich kam nach ca. 1 Stunde wieder Ostwind auf, aber er blieb sanft und behinderte uns nur wenig. So hatten wir eine sehr angenehme Fahrt und abgesehen von der Einstiegstelle im Unterwasser in Greifenstein (wieder Schlamm) keine nennenswerten Probleme. Der etwas stärker besetzte Dreier (Gerhard, Eveline, Alfred) landete kurz vor 16 Uhr  am Steg, wo uns erfreulicher Weise Henrike mit Kuchen und Wein erwartete. Der Vierer mit Robert, Woschi, Markus und Ella ließ sich etwas mehr Zeit, war aber auch vor 18 Uhr wieder zu Hause. Eine schöne Fahrt!

Alfred

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