Einmal Wallsee und zurück

Eine Sternfahrt Mitte April ist schon ein Risiko. Nur 11 Unverzagte machten sich gerade einmal zwei Wochen nach Beginn der Rudersaison an einem kühlen, windigen Samstag auf nach Wallsee, um an der ersten Sternfahrt des Jahres teilzunehmen. Kühl und windig blieb es dann auch den ganzen Tag über, trotzdem hatten alle ihren Spaß. Zum Schluss blieb sogar noch genügend Energie, um das Ergebnis abzurunden und bei der Rückkehr am Floß von Wallsee vorbei noch ein paar Kilometer stromab zu fahren. Beim URV Wallsee fanden wir dann erstaunlich viele Ruderer anderer Vereine vor, die sich von Wetter und Jahreszeit nicht hatten abschrecken lassen. Immerhin nahmen an dieser ersten Sternfahrt 15 Vereine mit 160 Teilnehmern teil. Kein Wunder, dass sich der Donauhort im Ergebnis mit dem siebenten Platz begnügen musste (auch ein Novum), was die 11 Unverzagten aber nicht daran hinderte, sich bei Bratwurst, Kotelett und Bauernkrapfen etc. über einen schönen Rudertag zu freuen.

Für fünf Teilnehmer (4 Donauhortler und Wolfgang Schindler von den Normannen) war der Tag damit aber noch nicht abgeschlossen. Während die anderen nach Hause fuhren, stiegen wir wieder ins Boot um noch bis zum Hößgang zu fahren. Eine schöne ruhige Fahrt wenn man davon absieht, dass wir in den Wirbeln vor Grein dank zweier Kreuzfahrtschiffe noch Gelegenheit fanden, unsere Schöpftechnik zu perfektionieren. Im Hößgang wurden wir von Helga Hönlinger sowie von Günter und Susi empfangen, die freundlicher Weise unser Gepäck transportiert hatten. Ein gemütlicher Abend rundete den Tag angenehm ab. Die Fahrt nach Stein am folgenden Sonntag ließ nichts zu wünschen über. Ein ruhiger, sonniger Tag, kein Schiff im Strudengau und nur eines in der Wachau, Herz, was willst du mehr. Ja doch, etwas wäre ein mehr: geeignete Wagerl an den Übertragstellen der Kraftwerke. Aber man muss sich zu helfen wissen. Die Spezialkonstruktion von Wolfgang in Ybbs (siehe Fotos), wo die Übertragstelle aus unerfindlichen Gründen als gesperrt bezeichnet ist und zwei Wagerl zwar vorhanden, aber aneinander gekettet waren, bewährte sich hervorragend. So blieb Zeit für eine ausreichende Mittagspause im Altarm von Melk und wir erreichten nach immerhin 70 km Ruderfahrt in guter Stimmung unser Ziel Stein, wo wir schon von Susi und Günter erwartet wurden. Die Fahrt nach Wien am Montag verlief ohne Probleme. Auch der am Nachmittag aufkommende Wind konnte uns nicht viel anhaben. Zwar war das Wasser im Altarm von Greifenstein noch ein wenig zu kalt zum Baden, aber dafür empfing uns in Wien Henrike mit Kuchen und Wein.

Alfred

Zu den Fotos …

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