Donau-Wanderfahrt: Von Lauingen in die Schlögener Schlinge

Es war diesmal eine kleine Gruppe von sechs Donauhortler/innen (Daniel Drobil, Walter Grohmann, Alfred Kschwendt, Evelyne und Gerhard Roth und Christine Zahlbrecht), die bei recht unterschiedlichen, insgesamt aber günstigen Wetterbedingungen auf der Donau von Lauingen (44 km nach Ulm) bis in die Schlögener Schlinge fuhr. Alles in allem war es eine wunderschöne, wenngleich aufgrund der durchschnittlichen Etappenlänge von ca. 60 km durchaus herausfordernden Wanderfahrt.

Zunächst war uns das Glück nicht gerade wohl gesonnen. Auf der Fahrt nach Lauingen verloren wir von unserem 4er eine Dolle samt Stift und am Tag nach unserer Ankunft – ganz Lauingen hatte zuvor die sogenannte Lauinger Musiknacht gefeiert – fehlten sämtliche Ruder. Doch wir hatten Glück. Einen Dollenstift erhielten wir vom Lauinger Ruderverein, dem ich bei dieser Gelegenheit herzlich danken möchte, und die Ruder, von denen wir die ersten vier per Zufall vom Ufer aus entdeckt hatten, konnten Daniel und ich (während Walter und Gerhard Auto und Hänger nach Passau brachten) mit dem 2er in einer intensiven Suche auf der 4 km Strecke zwischen dem Ruderverein und dem nächsten Kraftwerk ausfindig machen. Wahrlich ein Grund zum Feiern.

So konnten wir wie geplant am Sonntag starten und genossen eine wunderschöne Fahrt zwischen Auwäldern auf einem gemütlich dahin fließenden Fluss mit vielen kleinen Kraftwerken. Am ersten Tag mussten wir sogar 6-mal übertragen. Da war das mitgenommene Wagerl goldeswert. Dann wechselten Tage mit strahlender Sonne und 32 bzw. 33° C mit leichtem Regen ab. Die vom Wetterbericht immer wieder angekündigten Unwetter bekamen wir aber nur im Fernsehen zu sehen.
Jeden Abend wurde die 2er Mannschaft ausgelost, wobei Daniel immer das große Los zog und so genügend Gelegenheit hatte, vom 2er aus baden zu gehen. Einmal verzichtete er und überließ Gerhard und mir den 2er, saß aber am nächsten Tag schon wieder im 2er. So konnte ich mit ihm auch einmal ausprobieren, wie schnell ein 2er werden kann, wenn man auf der Heckwelle eines Passagierschiffes mitfährt. Aber das war erst am vorletzten Tag. Bis dahin begegneten uns kaum größere Schiffe. Ein echtes Erlebnis war wieder der Donaudurchbruch bei Weltenburg, dessen steil abfallende Felswände wir bei strahlend blauem Himmel in der Abendsonne durchfuhren. Ich glaube, diese Minuten werden allen noch lange in Erinnerung bleiben.

In ausgezeichneter Stimmung beendeten Christine und Daniel in Passau und der Rest in Schlögen eine sehr schöne Fahrt mit vielen wunderbaren Eindrücken.

Teilnehmer: Daniel Drobil, Walter Grohmann, Alfred Kschwendt, Evelyne und Gerhard Roth und Christine Zahlbrecht.

Etappen:  (Übernachtung    Stromkilometer    km/Tag)
Lauingen     2543
Neuburg     2477     66
Kelheim    2414     63
Wörth     2354     60
Deggendorf     2285     69
Passau     2226     59
Schlögen     2187     39
gesamt        356

A.Kschwendt
September 2002

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