Ruderwoche Kärntner Seen 2018

Am Nachmittag des Ankunftstages, des 19. August 2018, in unserem Quartier „Seenixe“ in Reifnitz direkt am Wörthersee konnten wir den angenehm warmen See nicht nur schwimmend erleben, sondern auch noch vom Quartier bereitgestellte Wassergerätschaften mit viel Freude nutzen: SUP-Board, Tretboot und Paddelboot. Mit diesen ging es dann gleich in Richtung Halbinsel Maria Wörth.

Die Wörthersee-Seenrunde wurde am Montag, den 20. August, im Uhrzeigersinn in Angriff genommen – mit einem etwas längeren Halt am Wasser nahe dem Casino Velden. Es herrschte herrliche Sicht, der markante Aussichtsturm des Pyramidenkogels blieb im Blickpunkt. Einige Male konnte man auch die rasant fahrenden, mit schnellen Motorbooten gezogenen Wake-Boarder und Wasserskifahrer beobachten, die ab und zu einige Wellen für uns bereitstellten. Auch eine Abkühlung im Wasser im Zuge einer Mittagspause beim Ruderverein Albatros mit seinem markant schrägen Anlegesteg konnte genossen werden. Bei der Rückfahrt Richtung Reifnitz hat der Wind dann deutlich an Stärke zugelegt, so dass der Einladung zu unserem Präsidenten in Pörtschach, obwohl auf dem Wasserweg nur ca. 2 km von Reifnitz entfernt, auf dem Landweg per Auto gefolgt wurde. Es sei nochmals ausdrücklich Dank ausgesprochen für die tolle Bewirtung direkt am See in diesem schönen Familien-Domizil.

Am Dienstag, den 21. August, ging es an das Ostufer des Weissensees. Die Ruderfahrt konnte, umrahmt von der herrlichen Bergkulisse des Sees, bei schönem Wetter entlang des Südufers begonnen werden. Es war eine besonders ruhige, stabile Fahrt bei fast immer glatter Wasseroberfläche. Nach einer kurzen Schattenpause unter der einzigen Brücke über den See war bald das Westufer beim Campingplatz erreicht. Nachdem nahezu sämtliche Mehlspeisen beim zugefahrenen Bäckereiwagen von uns hungrigen Ruderern aufgenommen waren, mussten wir schon wieder aufbrechen. Eine Ruderin im Einer musste auf Grund eines herausgesprungenen Ruders bald schwimmend am Ufer einen Neustart vornehmen, hat auf Grund der Wärme dann mit bereits wieder fast trockenem Gewand das Ostufer erreicht. Bei diesem konnten wir uns ebenso schwimmend im Wasser erfrischen, das uns nur geringfügig kälter als jenes des Wörthersees erschien, bevor wir nach Beladen des Anhängers die etwas längere Autofahrt zurück nach Reifnitz antraten.

Die Ossiacher-Seenrunde am Mittwoch, den 22. August, konnte vom Ruderklub am Südspitz des Sees aus im Uhrzeigersinn bei Schönwetter vorgenommen werden und war für mich, vor allem in der Position gleich hinter einer Schlagfrau ohne Sehvermögen, eine besondere Situation. Man versucht, Fragen über Uferbeschaffenheit und etwaige Besonderheiten entsprechend zu beantworten, um eine Vorstellung von durch den Wind bewegtem Schilf, vorbeifahrenden Paddlern u.s.w. vermitteln zu können. Der Krafteinsatz und das Durchhaltevermögen der Schlagfrau auf dieser längeren Strecke haben mich sehr beeindruckt, aber vor allem auch, dass sie neben alpinen Ski-Disziplinen im Wettkampf auch Ballsport für Blinde betreiben konnte. Bei der Mittagspause neben der Anlegestelle Steindorf war außer Schwimmen auch das Fahren mit einem Einer bei ruhigem Wasser als Balance-Training eine tolle Einlage, wobei unser Cheftrainer und Steuermann auch noch besondere Balance-Posen vorzeigte.

Am Donnerstag, den 23. August, war für uns am zeitigen Nachmittag eine durch stärkeren Wind und Wellen durchaus fordernde aber sehr lehrreiche Fahrt mit einem Dreier am Wörthersee zur Kapuziner-Insel am Programm, gesteuert von einem erfahrenen Ruderer.

Beendet wurden die Ruderfahrten am Freitag, den 24. August, mit einer kleineren Wörtersee-Runde, beginnend mit Umkreisung der Kapuzinerinsel und Fahrt zum Ruderverein Albatros. Wir konnten dabei die von einem Monoski-Fahrer befahrene Trainingsroute mit entsprechend gesetzten Bojen mitverfolgen. Bei der wiederholten Mittagspause mit Schwimmabkühlung beim Ruderverein Albatros sind mehr Wolken aufgezogen und in Entfernung war Donner wahrnehmbar. Nach der Vorbeifahrt an der Halbinsel Loretto wurde Reifnitz von der Westseite der Bucht als letztes Ziel angepeilt. Danach wurde abgeriggert und der Anhänger wieder mit den Booten beladen, noch bevor das Schlechtwetter Platz gegriffen hat und uns den Abschied am nächsten Tag erleichtert hat.

Allen Organisierenden, Helfenden ist ein besonderer Dank für diese besonders gelungene familiäre Ruderwoche auszusprechen, bei der nicht nur viel Rudererfahrung gewonnen werden konnte, sondern auch neue persönliche Kontakte geschlossen und vorhandene vertieft werden konnten.

Eva S. & Martin P.

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